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Mai 2012
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Archiv der Kategorie Gedichte

Gemächlich quert die Schleiche

image aus dem Netz

Gemächlich quert die Schleiche

Blindlings gefährlichen Weg
Bist du blind, Schleiche?
Hätt mein Rad dich erwischt
Wärst du ne Leiche, Schleiche!
Doch sie war schon weg …

Wan engerl fliagn

image by scrittore

jo und an so an tag
bist gaach in mei heazz neigrennt
wia himbeawossa in a kind
nochm faungalnspühn
bei so vü gwisse tag
des riacht ma irgendwie
des leben, des hot si wos ausdocht
fia di (und mi)

text: peter ahorner

aus himmel und höll von steinberg und havlicek

Poetry Slam

image Padraig William O`Leary

 

“Hat sich denn der Arsch der Welt über dir entleert,

dass du so gierig schmatzt und schlürfst?”

(Auszug aus Oh Welt, du willst mir zeigen)

(sinngemäße Übersetzung aus dem Gälischen)

Padraig William O`Leary

2. Sieger des Poetry Slam Contest 1987 in, Cork, Ireland

*26.4.1923 Culloden (IRL)

+11.12.2009 Stratford on Avon

Padraig William O`Leary, der sich von Flann O`Brian inspiriert fühlte, aber nie dessen Klasse erreichte.

Sein Roman „Oh Welt, du willst mir zeigen“ wurde dennoch von Liam O`Flaherty in seinem Werk Thy Neighbour’s Wife mehrfach, wenn auch verschlüsselt erwähnt.

Auch Brendan Beehan zitierte ihn mehrfach.

Padraig William O`Leary war am Ende seines Lebens schwerer Alkoholiker und seine Gedichte wurden immer kryptischer.

Bei Lesungen verlangte er stets eine Flasche Tyrconnell (irischer Singlemalt Whiskey), die er im Verlaufe des Vortrags leerte.

Trotzdem behielt er eine zahlreiche Fangemeinde.

Jedes Jahr an seinem Todestag gießen seine Anhänger ein Glas Tyrconnell über seinem Grabe aus.

In seinem Gedicht „An Irland kranken“ erwies er sich als glühender Patriot. Hier kam zum letzten Male seine ungeheure Sprachgewalt zum Vorschein.