- Absurdes (8)
- Bauer Meiners (6)
- Bilder (8)
- Blogroll (2)
- Dies und das (285)
- Erotik (11)
- Gedichte (13)
- Geschichten (43)
- Kulinarisches (27)
- Links (8)
- Literatur (25)
- Makaberes (70)
- Nachdenkliches (46)
- Politik (69)
- Satire (101)
- Science Fiction (3)
- Science Fiction (3)
- Uncategorized (2)
- Wichtiges (6)
- 17.5.2012: High Noon in Berlin Town
- 12.4.2012: E Book Sommerliebe neu!!
- 30.3.2012: Deutschlands Weg in die 3. Welt
- 25.3.2012: Unser italienischer Sommer
- 23.3.2012: Rassismus, Antisemitismus
- 18.3.2012: Streiflichter von der Buchmesse
- 24.2.2012: Dann reden wir über die Jeans
- 21.2.2012: Der Po erblickt das Licht der Welt
- 21.1.2012: Das Huhn, das goldene Eier legte,
- 19.1.2012: Leseabend in der Stadtbibliothek
- Mai 2012
- April 2012
- März 2012
- Februar 2012
- Januar 2012
- Dezember 2011
- November 2011
- Oktober 2011
- September 2011
- Juni 2011
- April 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- Oktober 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- Mai 2008
- April 2008
- Dezember 2007
- Oktober 2007
Toscanische Impressionen I
Toscanische Impressionen

Die italienischen Momente beginnen für uns, wenn wir unser Auto auf dem Parkplatz abgegeben haben und unser kleines Hotel an der Via Nazionale erreicht haben. Hier im Herzen von Florenz beginnt Italien, das richtige Italien. Von unserem Zimmer unter dem Dach können wir auf die ziegelrote Kuppel, Brunelleschis Domkuppel blicken. Im Hof stehen ein paar Palmen und Zitronenbäume und wir liegen uns glücklich in den Armen, froh darum wieder daheim zu sein in La Fiorentina, unserem Florenz.
Wir ziehen uns frische Klamotten an, laufen um ein paar Ecken an der gusseisernen Konstruktion der Markthalle vorbei, über den von Menschen wuselnden Ledermarkt und erreichen die kopfsteingeflasterte Piazza an der Kirche San Lorenzo. Ein Glas Wein als Willkommenstrunk, dafür muss Zeit sein. Ein Tischchen unter der Markise ist noch frei. Viele, sehr viele Touristen aus allen möglichen Ländern schlendern über den Platz. Ich betrachte einmal mehr die archaische Fassade der Medicikirche. Mehr von Florenz ist heute nicht drin. Vielleicht bleibt uns morgen früh zum Abschied noch der grandiose Blick von der Piazza Michelangelo über das Stadtpanorama.
Dann laufen wir zurück, die paar Meter am Park vorbei zu unserem kleinen Ristorante, wo wir im Innenhof unter Bäumen zu Abend essen.
Die Luft ist lau, Grillen begleiten mit ihrem Konzert unser Mahl. Wir teilen uns eine große Schüssel Bauernsalat und trinken dazu den offenen roten Hauswein, ein gehaltvoller Roter von den Hügeln des Chianti. Kerzen brennen auf den weißgedeckten Tischen, im Hintergrund begleiten uns leise italienische Musik, leichtes Gläserklirren und Wortfetzen. Die blühenden Sträucher und Blumen im Garten verbreiten einen betörenden Duft. Endlich ist es wieder warm, nach unserem verregneten August genießen wir die lauen Temperaturen.
Nach dem Frühstück laden wir unser Handgepäck ins Auto und verlassen Florenz. Die Straße zur Piazza Michelangelo ist verstopft von Ausflugsbussen. Schweren Herzens verzichten wir auf den Abstecher.
Gleich hinter Florenz befinden wir uns schon auf der Chiantigiana, einer der schönsten Straßen der Toskana, die sich durch die mit Zypressenreihen bewachsenen Hügel, Weinberge, Olivenhaine und Städtchen des Chianti windet und Florenz mit Siena verbindet. Wer Zeit hat und die Fahrt genießen will, sollte die Schnellstraße über Poggibonsi vermeiden und wie wir der 222 folgen.
Städtchen wie Strada, Greve und Castellina bieten viel fürs Auge und den Gaumen. Schließlich sind wir hier mitten im Herzen des Chianti Classico, dem Land des Gallo Nero.
Hier in Castellina verabschieden wir uns von der Chiantigiana und fahren die paar Kilometer zu unserem Ziel, dem alten von Mauern und Türmen umgebenen Städtchen. Etwas außerhalb bewirtschaften Waltraud und Luca ihr alteingesessenes Weingut.
Im Vergleich zu den 350 ha ihres Nachbarn der Agricola Monterinaldi ist es eher klein, dafür können sie aber von der Qualität her gut mithalten.
Wir fahren den Hügel hinauf auf den weitläufigen Hof, steigen aus und atmen tief durch.
Waltraud steht in der Tür des Gutshauses und begrüßt uns herzlich.