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Das böse Händchen

 

Bademodeposter

Das böse Händchen

Diesen Begriff werden wohl nur Linkshänder kennen, denen in der Schulzeit der Gebrauch der rechten Hand eingebläut wurde. Ich bin so ein Fall, hatte aber insofern Glück, als ich mir in der ersten Klasse den rechten Arm brach und fortan unbehelligt blieb.

Warum diese Wertungen für Körperteile?

Es gibt ja heute noch Einteilungen nach „gut“ und „böse“.

Manche Körperbereiche werden tabuisiert und verhüllt. Zum Schutz der Intimsphäre ist das ja verständlich.

Aber das hat sich im Laufe der Zeit gewaltig verändert, die Menschen wurden freizügiger.

Zu Anfang des 20. Jahrhunderts gab es Schwimmbäder für Frauen und Männer getrennt, man trug hochgeschlossene Badebekleidung und versteckte seinen Körper vom Hals bis zur Wade.

Eine Sensation war in den 50ern für die Frau der Bikini, der anfangs noch deutlich mehr Stoff hatte als heute.

Männliche Bademode wie die „Dreieckbadehose“ war in den 60ern in vielen Schwimmbädern verboten.

Heute dagegen wird in vielen Bädern gemischt gebadet, von einteiligen „züchtigen“ Badeanzug bis busenfrei, String, ja gänzlich textilfrei. An Badeseen sowieso.

In den meisten Badeanstalten muss zumindest ein Badestring getragen werden.

Begründung ist meistens mögliche Erregung öffentlichen Ärgernisses. Aber kann der menschliche Körper überhaupt Ärgernis erregen? Ist es nicht vielmehr Prüderie oder Neid?

Gut, man sollte sich vorher selbstkritisch im Spiegel betrachten und dann seine Wahl treffen.

Was zieht ihr im Freibad am Badesee an oder aus?

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