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Archive für November 2009

Einen wohlgerundeten Hintern zu haben

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liegt nach wissenschaftlichen Untersuchungen in den Genen.

Ein "wohlgerundeter Hintern" liegt offenbar in
den Genen - zumindest bei Schafen ist das
so, wie Forscher der Duke-University herausfanden.
Sie stellten fest: So manche Schafe
verfügen über ein ganz besonders breites
und wohlgeformtes Hinterteil. Es besteht fast
nur aus Muskeln und kaum aus Fett.
Eine einzige Mutation auf dem Chromosom 18
sorgt für die ausgeprägte Muskelmasse rund
um das Becken. Offenbar verwandeln Schafe
mit dieser Mutation Futter um rund 30 Prozent
besser in Muskelmasse als "gewöhnliche"
Schafe. Die Forscher gaben dem mutierten
Gen den klangvollen Namen "callipyge",
was soviel heißt wie "schöner Hintern", benannt
nach der griechischen Göttin Aphrodite
Kallipyge.

Auch beim Menschen fanden die Forscher eine mit der Mutation
übereinstimmende Genregion. Ob sie hier auch die Ursache für einen
besonders wohlgeformten Hintern ist, wurde jedoch nicht untersucht.

Ein tragischer Fall von Schweinegrippe

image aus dem Netz

Seit Heinz aus Mexiko zurückgekommen war, fühlte er sich nicht wohl. Sein Hausarzt hatte ihn nach gründlicher Untersuchung ins Krankenhaus eingewiesen.

Diagnose Schweinegrippe, eine schwere Verlaufsform. Sie hatten ihn sofort dagegen geimpft. Mehrere Untersuchungen folgten, Blut wurde ihm abgezapft. Die Mediziner schienen ratlos.

Später hatte ihn der Arzt mit betrübter Miene darüber aufgeklärt, dass man ihm eine neue Leber einsetzen müsse. Das alte Organ stände kurz davor zu versagen.

Heinz hatte sich die ganze Nacht herumgewälzt, das reißen und ziehen im Körper war immer heftiger geworden.

Am Morgen wurde er dann operiert.

Als Heinz benommen erwachte war ihm komisch, ja richtig seltsam zumute. Er öffnete die Augen, schaute an seinem Körper herunter und erschrak. Sein Fleisch hatte eine seltsam rosige Färbung, sein Bauch war wie aufgequollen und wölbte sich dramatisch vor. Auch war er von dicken Borsten überwuchert. Er wälzte sich aus dem Bett und stand auf wackeligen Beinen. Seine Schenkel sahen aus wie Keulen und als er sich umdrehte um seine Rückseite in Augenschein zu nehmen, sah er erschrocken zwei feiste, pralle Backen, die bei jeder Bewegung zitterten. Und was ihn am meisten entsetzte, am oberen Rand der beiden fülligen Backen wuchs ein rosa Schwänzchen heraus. Panisch wackelte Heinz, ja rennen konnte er nicht mehr, zum nächsten Spiegel. Er riskierte ein Auge und starrte in das Gesicht eines Schweines.

„Ja, das ist bedauerlich, aber bei jeder Transplantation kann es zu Nebenwirkungen kommen, zumal nach einer Impfung. Sie lagen zwei Wochen im Koma. Ich bin wirklich froh, dass sie noch am Leben sind.“ Ein Mann im weißen Kittel war unbemerkt an Heinz herangetreten.
„Wir wissen davon, diese Komplikation kann bei sehr wenigen Fällen vorkommen. Sie sind der erste Fall, den ich in Natura sehe, wirklich sehr interessant. Aber da das Risiko im Vergleich zur Schwere ihrer Erkrankung sehr gering war, mussten wir handeln. Die Infektion hat ihre Leber zersetzt. Wir mussten ihnen die Leber eines Schweines transplantieren, das kommt noch dazu. Sonst wäre das nicht passiert. Und dazu die vorherige Impfung. Wir haben schnell gehandelt, um ihr Leben zu retten.“
„Ihr Körper nimmt langsam die Gestalt eines Schweines an. Wussten sie, dass Mensch und Schwein sich physiologisch gesehen sehr ähnlich sind?“

Der Arzt klatschte ihm auf die rosige Backe.

„Dummerweise hat das Tier vorher Wachstumshormone bekommen, um es zu mästen.“

Er unterbrach, „Sie wissen, dass Schweine mit menschlichen Wachstumshormonen gemästet werden, ja?“
Heinz stand noch unter Schock und nickte teilnahmslos
„Nun, das setzt sich bedauerlicherweise bei ihnen fort. Ihr Körper setzt überraschend schnell Muskelmasse und Fett an. Normalerweise wäre das nicht passiert. Wie gesagt, bei ihnen ist es irgendwie dumm gelaufen.“
Er umrundete Heinz und musterte seinen Körper interessiert.

„Schon bald müssen wir sie leider umklassifizieren, ihr Genpool besteht dann mehrheitlich aus Schweinegenen. Ein interessanter Fall aus medizinischer Sicht. Sie verstehen? Sie sind dann bei allem Wohlwollen nicht mehr als Mensch zu betrachten.“

Heinz starrte den Arzt entsetzt an.

„Aber wir werden sie natürlich hinterher gründlich untersuchen, um den bedauerlichen Fehler zu finden.“
„Wie hinterher?“ stotterte Heinz?
„Nun wir fühlen uns verpflichtet, das Versehen aufzuklären, damit das in Zukunft nicht mehr passiert. Ich denke, dass wir in ihrer Hirn DNA den Fehler isolieren können.“

„Wie? In meinem Gehirn, aber sie können doch nicht!“ Heinz wurde bleich.

„Da sie zu diesem Zeitpunkt nicht mehr als Mensch gelten, kommen natürlich auch die Menschenrechte nicht mehr für sie infrage. Wir werden ihr Gehirn entnehmen und es gründlich analysieren. In den Dünnschnitten werden wir das Geheimnis ergründen. Wie gesagt, für sie bedauerlich. Aber wir müssen auch an den medizinischen Fortschritt denken.“
Er trat an Heinz heran, drückte einen Finger in dessen weichen Bauch, formte eine Speckrolle und lachte. „Und hinterher, dann werden wir das angenehme mit dem nützlichen verbinden, sie verstehen? Sie wissen doch, was die Bestimmung eines Schweines ist?“ 

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Die ultimative Maschine

 

Er war eines der größten Genies des 20. Jahrhunderts, der Vater des Bits und Pionier unseres Informationszeitalters. Doch Claude Shannon zeichnete sich nicht nur durch Gedankenschärfe und Einfallsreichtum, sondern auch durch Humor und Originalität aus. Der Begründer der Informationstheorie bastelte in seiner Freizeit an Jonglierrobotern, Schachcomputern und programmierbaren Blechmäusen. Im Büro fuhr er Einrad oder jonglierte mit Keulen.

Ein besonderer Gag gelang ihm mit der sich selbst abschaltenden Apparatur. »Es ist die Ultimative Maschine – die finale Entwicklung. Dahinter kommt nichts mehr. Sie stand auf Claude Shannons Schreibtisch und machte die Leute verrückt. Nichts hätte einfacher aussehen können. Eine schlichte, kleine Holzkiste, nicht größer als eine Zigarrenbox, mit einem Schalter an der Vorderseite.

Wer diesen Schalter umlegt, hört ein zorniges, entschlossenes Brummen. Der Deckel öffnet sich langsam, eine Hand erscheint aus dem Inneren. Sie greift aus der Kiste heraus, legt den Schalter wieder um und verschwindet rasch zurück in die Box. Mit der Endgültigkeit eines sich schließenden Sarges fällt der Deckel zu, das Brummen verstummt und neuerlich kehrt friedliche Ruhe ein.

Nixdorf Museum Paderborn