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August 2009
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Archive für August 2009

Aus den Regularien

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Des unheiligen Ordens der sanftmütigen Schwestern.

Relikt einer ansonsten verschollenen Urschrift:

Denn wisset ihr Törichten, die ihr euer Haupt erhebt im Angesicht der Sanftmütigen.

Rollen in den Staub soll es.

Und so geschehe es Jeglichem, der nicht in Demut die Knie beugt und sein Haupt senkt in deren Angesicht.

Ein typisch sienesisches Menü

 

„Heute bereiten wir ein typisch Sienesisches Menü. Das hat schon meine Oma gekocht. Ich habe euch alles vorbereitet. Als Vorspeise gibt es Crostini Neri, Toastscheiben mit Leberpaste. Ihr könnt schon mal die Hasenleber und die Zwiebeln klein schneiden. Ich hole noch die Sardinen. Kapern und die Gewürze sind dort im Regal.“
Begeistert machten sich Maria und Eva ans Werk.
„So noch ein Glas Weißwein, dann lassen wir es 20 Minuten köcheln, und fügen zum Schluss etwas Olivenöl dazu, damit es sich gut vermischt. Die Brotscheiben werden kurz in die Brühe getaucht und dann getoastet.“
„Bei euch gibt es wohl kein Menü ohne Nudeln?“ Wollte Maria wissen.
„Das stimmt, als Zwischengang gehört es einfach dazu. Wir nehmen heute Pappardelle, das sind Bandnudeln dazu gibt’s eine Hasensoße. Das wird euch schmecken. Das Hasenfleisch habe ich schon vorbereitet, kleingewürfelt und zusammen mit Kräutern in Chianti mariniert. Wir fügen noch Öl, etwas Zitrone, ein paar Kräuter, einen Spritzer Essig und die kleingeschnittenen Innereien hinzu. Das wird sehr pikant.“
„Während das vor sich hin kocht, hacken wir zwei den Knoblauch und würfeln die Tomaten. Eva schneidest du schon mal das Fleisch für die Scottiglia klein? Da mischen wir wieder verschiedene Fleischsorten, etwa Lamm, Hase und Rind, braten das Fleisch in Öl und Knoblauch an und fügen die passierten Tomaten dazu. Etwas Chili noch und dann mit Rotwein ablöschen, ein paar Tassen Brühe hinzu und, bon appetito.“
„Und zum Dessert servieren wir unseren Männern Cavalucci, ein leckeres Honig-Zimt-Anis Gebäck. Das habe ich schon fertig gebacken heute früh.“

Cavallucci di Siena
Zutaten:
500 g Mehl, 350 g Zucker, 60 g Honig, 60 g kandierte Orangen, 60 g Walnüsse, 10 g Speisestärke
Zubereitung:
Den Zucker zusammen mit dem Honig und etwas Wasser zu einem Sirup einkochen. Die Masse abkühlen lassen. Das Mehl in eine Schüssel geben, die Masse darauf geben. Die zerkleinerten Walnüsse und die kandierten Orangen sowie die Speisestärke dazugeben. Mit den Händen alles kräftig kneten, bis eine dicken Masse entsteht. Diese ausrollen, zu Zylindern formen und in Bällchen formen. Auf ein mit Mehl eingestäubtes Backblech geben und leicht flachdrücken. Bei 180 ° eine Viertelstunde lang backen. Mit Vin Santo, dem süßen Dessertwein der Toskana, servieren.

(Ausschnitt aus Sommerliebe)

Geistig verwahrlost

 

So das Pauschalurteil von Innenminister Schönbohm (Brandenburg, Westimport), seien die Ostdeutschen.

Schuld daran die DDR Erziehung in den Kindergärten, die Jugendweihe und die Kirchenferne.

Diese Unterstellung schlägt hier im Osten immer noch Wellen.

Mal abgesehen davon, dass es natürlich auch im Osten geistige Verwahrlosung gibt, ebenso wie im Westen, stellt sich doch die Frage, woran es in Wirklichkeit liegt.

Eltern die mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert sind (Wie haben unsere Eltern, wie haben wir das damals eigentlich geschafft?), überlastete Schulen, mangelnde Perspektiven und die immer seichter werdenden Medien, tragen die nicht die Verantwortung dafür? Nicht zuletzt auch Politiker, die nur noch hohle Sprechblasen von sich geben und jeden Verbesserungsvorschlag als nicht finanzierbar abschmettern.

Auch Sokrates, Platon und Seneca haben darüber geklagt, es ist also kein neues Phänomen.

Es gibt geistige Verwahrlosung, wir lesen jeden Tag davon.