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Februar 2009
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Archive für 25.2.2009

Der unheilige Orden der sanftmütigen Schwestern

 

Oberin Gottfrieda und ihre Betschwestern Schwester B, Schwester J und Schwester R leben in keuscher Eintracht im Kloster der Heiligen Aktivia.

Nur immer öfter verlässt Oberin Gottfrieda die Sanftmut, sie stellt ihr Glas, welches mit der Milch der frommen Denkungsart gefüllt ist, ab und für kurze Zeit verzerrt sich ihr Gesicht zu einer grauenerregenden Fratze.

Oberin Gottfrieda zupft an ihrer Kutte, ein schwarzer Kater streift um ihre Beine und sie setzt zu einer ihrer berüchtigten Hasspredigten an.

Schwester B, Schwester J und Schwester R hängen mit verzücktem Blicken an ihren Lippen.

Oberin Gottfrieda, die ihr Leben der Heiligen Aktivia gewidmet hat, lässt ihren lodernden Zorn auf alle entweichen, die sich nicht ihren strengen Glaubensregeln unterwerfen.

Willfährige Helfer errichten Scheiterhaufen vor den Klostermauern und alle, die sich nicht ihrer Sanftmut beugen, werden dort hin gezerrt und unbarmherzig vernichtet.

Das ist immer ein Fest für die Tagediebe und Taugenichtse, die dann aus ihren Verstecken kommen und frenetisch kreischen: „Tötet sie Alle!“

Gern werden dann die Sündenregister der Verurteilten öffentlich verlesen, bevor die Feuer entzündet werden.

Die Aufrechten könnten ihrem Schicksal nur entgehen, wenn sie das Land für immer verließen.

Die Burg der Aufrechten bietet nur begrenzten Schutz, den außerhalb der Mauern begäben sie sich in Lebensgefahr.

ein Stück aus dem richtigen Leben, so es sich zuträgt im Lande Aktivia