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Kleine Neiße Radtour Teil 1
Tag 1: Liberec
Anreise mit dem Regionalexpress nach Liberec. Liberec hat etwa 100.000 Einwohner, liegt unmittelbar am Fuße des Isergebirges und bietet jede Menge Ausflugsmöglichkeiten, auch zum etwas über 1000 m hohen Ještěd (Jeschken). Nach dem ausladen der Räder ging es ein paar hundert Meter vom Bahnhof hinunter in die Altstadt des früheren Reichenbergs. Wir nahmen unser Quartier am Rande der Innenstadt in einer kleinen Pension. Die Zimmer waren zwar einfach, hatten aber große gemütliche Betten. Außerdem lag unmittelbar am Quartier ein kleiner lauschiger Biergarten.
Wir machten uns frisch und schlenderten dann gemütlich durch die schöne Altstadt zum etwa 30 Minuten Fußwegs entfernten Zoo von Liberec.
Besonders sehenswert sind hier die weißen Tiger, die man in einem verglasten Gehege bewundern kann. Nach ihnen benannte sich auch der Eishockeyverein Bily Tigri. Der Zoo ist recht weitläufig und in die Landschaft eingebettet.
Abends saßen wir dann noch ein paar Stunden im Biergarten und ließen uns von böhmischer Küche und Schwarzbier verwöhnen.
Tag 2: Liberec – Burg Grabštejn – Hartau
Früh morgens nach dem Frühstück schwangen wir uns auf die Räder und verließen Liberec in Richtung Zittau. Wir hatten Glück mit dem Wetter und kamen gut über Feldwege und kleine Nebenstraßen voran. Kurz vor Hrádek nad Nisou (Grottau) bogen wir ab und nahmen ein kurzes Bergstück Richtung Burg Grabštejn (Grafenstein) in Angriff. Die Burg bietet einen weiten Blick übers Neißetal und lässt sich teilweise besichtigen. Alte Kelleranlagen, Ausstellungen und die Barbarakapelle.
Anschließend ging es flott bergab bis Hradek (Städtchen an der Bahnlinie Liberec-Zittau).
Wer hierher kommt sollte unbedingt am Marktplatz ( etwas versteckt bei der Kirche) eine Knoblauchsuppe genießen, was wir auch taten.
Nach wenigen Kilometern erreichten wir den unmittelbar an der Grenze gelegenen Kristýna See, einen beliebten Badesee. Nach einem Tag auf den Sätteln tat es richtig gut ein paar Runden zu schwimmen.
Gegen abend radelten wir noch die paar hundert Meter zu unserer Pension, gleich hinter der Grenze.